Die Nacht des Biter
13 Okt 2011 Hinterlasse einen Kommentar
in Prosa Tags:Computer, Geschichte, Internet, Vampir, Web
Die Nacht des Biter
Es war eine jener Nächte, die sehr dunkel waren, in denen man keinen Laut eines Vogels hörte und in der dieses unheimliche Gefühl war. Ich lag in meinem Bett, fiebernd, getrieben von Sehnsucht. Hätte mich jemand gefragt, wonach, ich hätte nichts anworten können. Ich wälzte mich hin und her, bis ich mich entlich dazu entschloss, aufzustehen.
Der übliche Kaffe. Wie ich ihn liebe! Nichts geht über einen Kaffe wenn der Kopf noch trunken ist vom Schlaf. Ich wanderte wie gewohnt zu meinem Schreibtisch. Hier, wo ich unzählige Stunden schon verbracht habe, schreibend, brütend, über den Dingen des Lebens.
Ich schaltete ihn ein. Ja, mein Begleiter, meinen heimlichen Freund. Kalt, aus Elektronik, doch wer vermag zu sagen, dass nicht doch ein Herz in ihm schlüge? Ein Mega-Herz? Ein Intel-Cuore? Die 7 Fenster öffneten sich und mit einem erquickenden „Welcome“ begrüsste er mich.
„Na, mein Kleiner?“ fragte ich ihn liebevoll und strich sanft über sein edles Gehäuse. Schlank, schwarz und glänzend in dieser mondlosen Nacht neckte er mich mit seinen Kurven. Als Antwort ein zufriedenes Brummen. Alles war in Ordnung.
Zuerst schaute ich in meinen Blog. Blog! Wer hatte heute nicht solch ein neumodisches Ding. Lange hab ich mich gewehrt, als diese Elektronik-Freunde aufkamen. Ich sagte immer: Meine alte, liebe, treue Schreibmaschine tut es auch. Dann, irgendwann, musste ich erkennen, dass es mich doch nach neuen Verdrahtungen gelüstete.
Ein neuer Kommentar im Gästebuch. Immerhin. Es gibt Tage, da kommt gar nix. Es ist schön, gemeinsam die digitalen Freuden zu geniessen, aber ich sinne auch gerne für mich alleine über dessen Vergnügungen nach.
Dann weiter in meinen Kreis der spirituellen Freunde, einem Forum. Wie so oft war es ganz still in unserem Versammlungsraum.
Die Nacht rückte weiter vorwärts, wärend ich Stunde um Stunde mal ziellos, mal suchend durch die Weiten der elektronischen Welt wanderte. Ab und zu in der Ferne das Murmeln von lebenden Zeitgenossen, das Geräusch eines Wagens oder irgendein Klappern, dann versank ich wieder im Web.
Ich merkte nicht, wie diese Gestalt sich näherschlich, über die ich, hätte mir jemand davon erzählt, nur ungläubig den Kopf geschüttelt und es als Unsinn abgetan hätte. Schritt um Schritt, Stunde um Stunde, schlich er sich näher, derweil ich naiv und sorglos umherstreifte und mir der Gefahren nicht bewusst war.
Ich spürte kaum, als er mir USB und GOOGLE in die Halsschlagader schlug. Nur ein seltsames Kratzen, bei dem ich einmal über den Hals strich, als sei es eine lästige Mücke. Ich ahnte nicht, wie tief sich seine Energiesauger in mein Fleisch gruben und mir heimlich allen Lebenssaft aussaugten. Und so schnell seine unwirkliche Gestalt aufgetaucht war, so schnell wurde es auch Morgen, als sei ich nur eine Sekunde dagesessen.
Die Sonne erschien schon am Horizont. Ich rieb mir müde die Augen, nichts ahnend, nun auch zu jenen zu gehören, die Nachts hungrig durchs Netz streifen, auf der Suche nach neuen Inputs. Gähnend schlüpfte ich ins Bett, schloss meine Augen und fiel in einen tiefen, traumlosen Schlaf.
Barbara
erde
03 Okt 2011 Hinterlasse einen Kommentar
in Prosa Tags:Boden, Erde, Erleichterung, matt
erden mit dem boden
körperkontakt erzeugen
die feucht kühle
unter bauch rücken beinen
etwas von dieser sanften
liebevollen schwere
bleibt dann drin in mir
die seele fühlt
die matte schwere erleichterung
wohin
03 Okt 2011 Hinterlasse einen Kommentar
in Prosa Tags:Aktivitäten, Alleinsein, Lebensqualität, Mensch
als mensch für mich habe
ich die absicht, möglichst
einfache lebens-bewältigungen
zu suchen, erfinden und
stückweise realisieren
versuchen
aber da ist ja die um- und
mit-welt
..deren tendenz ist ja
in zeitungen und sozialkritischen
publikationen
eher von düterer art
wenn ich also gute lebensqualität
erreichen will
…
muss ich
einerseits sorgältig menschen,
gruppierungen und aktivitäten
wählen
mich auch im allein-sein
beschäftigen können
wobei ja muse, ruhe, meditieren
ein sehr intensive arbeit ist,
die einem oft beruhigen kann
und auch neues erschliesst
andererseits in der interaktion
mit menschen, welt, materie und
maschinen strategieen und
verhaltensweisen entwickle,
die eine gesunde anpassung
beinhalten, so dass kollektiv
und ego nachhaltig gegenseitge
pflege und liebe erfahren.
materie
03 Okt 2011 Hinterlasse einen Kommentar
in Prosa Tags:Erde, Geist, Holz, imaginär, Materie, sanft, Stein, Ton, virtuell
als mensch der träume, der in
geistigen, sag virtuellen
imaginären welten herum-
schwebt
als weltfremd belächelt oder abgetan
abgeschoben in eine welt,
wo der kontakt
mit materie oder gar materialismus
sehr unangenehm werden kann
sehe ich mich jetzt
in der aufgabe
mich der liebevollen materie
zu widmen
den pflanzen und tieren
dem gestein, ton , holz
vielleicht gar weichen metallen
etwas ganz einfaches..
besehen, tasten, riechen,
vogelstimmen hören
handwerken im sinn
der urmenschen
ein holz verschnitzen
ton zu einem klumpen
formen
einen samen in die
erde graben und
das blümlein
wachsen lassen
einen stein behauen
weiches kupfer
formen, löten
..die technische welt
ist in einer einfachen
sanften form auch ok.
warten
03 Okt 2011 Hinterlasse einen Kommentar
in Prosa Tags:beobachten, Dialog, lauschen, warten
ein weg zum ruhigen beobachten, lauschen,
nachdenken und dann letztendlich schreiben
das schreiben ist ein intensive handlung
weil aus dem verworrenen denk-chaos
sätze werden, die sinn, struktur und
eine botschaft, dir, geneigtem leser
weiter geben
so ist also auch das warten etwas ganz
aktives, der ärger über das warten
machten ja den eindruck verlorener zeit.
dabei können wir diese kleinen (denk)pausen
doch gut nutzen für wertvollen inneren
dialog…
holz
30 Sep 2011 Hinterlasse einen Kommentar
in Poesie Tags:fein, Holz, Kind, Poesie, Spielzeug
holz
edel fein gemasert
helles trockenes lindenholz
prüfend streiche ich über
das stücklein brett
spüre risse kleine dellen
kanten
langsam mal kräftig
dann wieder fein
schmirgle ich
es weich rund
als freude
und spielzeuglein
für ein kind.
fels
30 Sep 2011 Hinterlasse einen Kommentar
in Poesie Tags:dunkel, Fels, Flut, Meer, Poesie, Stein
fels
dunkel ragt der stein aus der see
brandung flut gischt
frisst unendlich langsam
unendlich lange
bis der fels
vereint ist
mit der see.
Hermann Hesse – Der Liebende
04 Aug 2011 Hinterlasse einen Kommentar
in Poesie Tags:Hermann Hesse, Liebe, Poesie
Manchmal
06 Jun 2011 Hinterlasse einen Kommentar
in Poesie Tags:Boot, Glück, Herz, kämpfen, Leben, Liebe, Mühsal, Not, Ozean, Perlen, Poesie, Sturm, Ufer, zuhause
Manchmal
Manchmal
fragst Du Dich
in diesem Leben
was das alles soll.
Warum bin ich hier.
Wozu die Mühsal.
Wozu gewinnen,
wenn es mir ja doch
zu entgleiten droht
aus müder Hand
und müdem Herz,
zur Stunde da ich es
nicht erwartete.
Manchmal
weisst Du jedoch
in allen Wirren
des Lebens,
was soll sein.
Warum Du hier bist.
Wozu Du kämpfst
und was Du gewinnst,
denn kostbar sind
die Momente des Glücks,
die wie Perlen
sich im Ozean finden,
wenn die Wellen einem
schon zu verschlingen
drohten.
Manchmal
weiss auch ich nicht
was das soll,
doch blicke ich
ans Ufer,
und da stehst Du.
Dann weiss ich,
was das soll.
Dann weiss ich,
wohin ich mein Boot
immer wieder
lenken will,
scheint es auch
im Sturme arg
in Not geraten.
Dann weiss ich:
hier bin ich zuhause,
weil da wo Du bist
auch mein Herz ist.
Barbara
du
20 Mai 2011 Hinterlasse einen Kommentar
in Poesie Tags:atmen, Du, geniessen, Glück, Insel, lächeln, Poesie, Seele, seelig, spüren schmerzlich, Trennung, vereint, verschmelzen, Wärme
du
du bist, also bin ich
du atmest, seelig geniesse
ich deine wärme
du lächelst, und wir verschmelzen
im glück der vereinten seelen
trennung spüren wir – schmerzlich,
dass jeder eine kleine insel ist.
den weg gehen
16 Mai 2011 Hinterlasse einen Kommentar
in Poesie Tags:Applaus, Erfüllung, innerlich, Leben, Normen, Poesie, realisieren, Reize, suchen, Weg
den weg gehen, der innerlich erfüllt,
wenig von äusseren reizen abhängt,
den applaus meidet,
suchen von
definitven aussagen, die mir
normen aufbauen, welche ein
leben realisieren, das stetige
verfeinerung bedeutet.
leise ruhen
16 Mai 2011 Hinterlasse einen Kommentar
in Poesie Tags:fliessen, Frieden, Gefühle, Gewalt, Glück, Lärm, Ruhe, sanft, schöpferisch, spüren, verstummen, Wald, Zelle
leise ruhen, ins innere sich
zurück-finden;
der lärm und die gewalt verstummen.
die kleine zelle, der wald des friedens
schöpferisch denken, zeilen fliessen
und worte lösen die spuren in
sanfte gefühle kleiner glücks-tupfer
auf.
liebe
15 Mai 2011 Hinterlasse einen Kommentar
in Poesie, Prosa Tags:alt, beziehung, gut, Herz, Liebe, Poesie
verliebt sein ist ein geschenk
liebe ist arbeit,
eine schöne
arbeit
wenn man älter wird,
wird
auch das herz älter
und reifer
suche ich das gute im
mitmenschen, spreche
sein gutes an
und biete
ihm echtes, gutes,
so wird auch gutes
entstehen.
„Korrigierende Vergewaltigung“ – „Corrective Rape“
25 Mrz 2011 1 Kommentar
in Petition Tags:Petition, Südafrika, Vergewaltigung
Petition in Deutsch: www.avaaz.org
Petition in English: www.change.org
„Korrigierende Vergewaltigung“ nennt sich ein Tatbestand, wodurch in Südafrika Lesben „umerzogen“ werden sollen. Bislang wurde noch niemand aufgrund „korrigierender Vergewaltigung“ verurteilt!
Vergewaltigungen sind in Südafrika an der Tagesordnung. Für eine in Südafrika geborene Frau ist die Wahrscheinlichkeit, sexuell missbraucht zu werden, höher als die, lesen und schreiben zu lernen. Ein Viertel aller südafrikanischen Mädchen werden einmal vergewaltigt bevor Sie 16 Jahre alt werden.
Avaaz setzt sich dafür ein, diesem ein Ende zu setzen. Z.B. wurde letztes Jahr in Uganda eine Protestwelle ausgelöst, dass die Regierung gezwungen
wurde einen Gesetzesentwurf zu verwerfen, welcher die Todesstrafe für homosexuelle Ugander vorschrieb.
Bitte unterschreibe die Petition! Solch barbarischer Praxis muss ein Ende gesetzt werden! Danke!!!
Weitere Links zu diesem Verbrechen:
www.spiegel.de
Jenseits der Gegensatzpaare
04 Mrz 2011 Hinterlasse einen Kommentar
Die Scheidung von Außen und Innen ist unserm Denken gewohnt,
ist ihm aber nicht notwendig.
Es gibt die Möglichkeit für unseren Geist,
sich hinter die Grenze zurückzuziehen, die wir ihm gezogen haben,
ins Jenseits.
Jenseits der Gegensatzpaare, aus denen unsere Welt besteht,
fangen neue, andere Erkenntnisse an.
Hermann Hesse
Der Kampf ums nackte Überleben
09 Dez 2010 Hinterlasse einen Kommentar
in Treffpunkte und Veranstaltungen Tags:Politik
jetzt, wo sich die braunen schweine schon freuen hier in der schweiz,
müssen wir möglichst viele menschen mobilisieren.
es geht nicht mehr um gewinnen oder verlieren, auch nicht um
details, sondern ums nackte überleben.
also, macht mit, ob ohne oder mit schweizerpass, zb. bei der al,
den jusos, der unia oder bei der ig sozial.










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