Nachts, um halb drey

•25 Oktober, 2009 / 7:25 • Kommentar schreiben

Nachts, um halb drey

Nachts, um halb drey
ofem Posten
der Grimminalbullizei
sitzet
der Grimminalcomissar
und bohrt in der Nose.
Och, ist det schee,
denkt er sich,
und weess genou:
Ab und su
muss mon in die Tief göhen!

Barbara

Leben

•22 September, 2009 / 23:00 • Kommentar schreiben

Leben

Müde
zufrieden
Indianische Musik
im Hintergrund
Irgendwie depri
Vielleicht alles zuviel
Ja doch
das Leben ist schön
Wann darf ich sterben
Wann muss ich
Liebe

Barbara

Himmelblau

•21 August, 2009 / 6:40 • Kommentar schreiben

Juli-26-09 - Himmel (Dietikon)
HIMMELBLAU – Foto von Barbara

Ich weigere mich

•21 August, 2009 / 0:09 • Kommentar schreiben

Nein,
ich weigere mich,
der Nacht mich zu ergeben.
Mögt ihr ziehen eure Bahnen,
ich warte,
bis es Morgen wird.

 

Barbara

 

Hoffnung

•16 April, 2009 / 21:17 • Kommentar schreiben

Hoffnung ist eine Kraft
die Leben spendet.
Ich stehe jeden Tag auf.
Öffne das Fenster für uns beide.
Die Vögelein pfeifen,
so ein beruhigendes, heimeliges Gefühl
entsteht in der Höhle.
Ich liege auf dem Bett
und lausche der Stille.
So langsam erwacht der Tag.
Ich spüre, dass auch in mir
der Frühling erwacht.
Ein Hoffnungsschimmer einer Rose
bricht durch.
Ich öffne die Türe und trete ins Freie.
Amen.

Barbara und Walle

Freiheit

•1 März, 2009 / 6:20 • 1 Kommentar

Barbara: Frage: Glaubst Du dass man auf dieser Welt eine innere oder äussere Freiheit erreichen kann?
Oder vielleicht beides?

Walle: Ich glaube, dass man unter Umständen eine gewisse innere Freiheit gewinnen kann. Ob man auch äusserlich frei sein kann, hängt von den Lebensumständen ab, z.B. ob man in einer Demokratie lebt und wieviel Geld man hat. ..relativ frei.

Barbara: Was verstehst Du unter eine „gewisse innere Freiheit“?

Walle: Z.B. eine psychische Gesundung, dass ich z.B. nicht mehr Spielball bin neurotischer oder paranoider Kräfte, die aus meiner Krankheit kommen.

Barbara: Ja. Kann man innerlich auch eine solche Freiheit erreichen, dass man alles gelassen hinnimmt und in ständigem inneren Frieden lebt, egal ob Freunde sterben, egal ob man all sein Hab und Gut verliert?

Walle: Nein, ich glaube, dann bist du ein perfekter Buddha. das ist ein zu hoher Anspruch. Aber ist möglich, gegenüber Kleinigkeiten gelassener zu werden.

Barbara: Ok. Glaubst Du denn, dass es Buddha gegeben hat und er eine solche Freiheit erreicht hatte?

Walle: Tja, das weiss ich nicht. Spielt es eine Rolle, ob es diese Leute, z.B. auch Jesus, Mohammed etc. wirklich gab? Ist es nicht einfach spannend, solche worte zu lesen, darüber nachzudenken und davon lernen zu wollen?

Barbara: Ja. Manchmal wünsch ich mir solch eine Freiheit.

Walle: Tja, das ist ein Traum. Du kannst in kleinen Schritten zu einer realistischen Art von Freiheit oder Gelassenheit gelangen. Aber das Leben ist zu dynamisch, als das man solche inneren Errungschaften dauernd behalten kann,…

Barbara: Ja, kleine Schritte…

Walle: Ja, Geduld und harte therapeutische Arbeit.

Barbara: Ist für Dich Freiheit auch gleichbedeutend mit glücklich sein?

Walle: Nein. man kann auch glücklich sein, wenn man z.B. im Gefängnis ist oder z.B. auch, wenn man innerlich unfrei ist, z.B. wenn man sich verliebt.

Barbara: Ist verliebt sein für Dich innerlich unfrei sein?

Walle: Nein, das war nur ein Beispiel.

Barbara: Als Schlusswort: Sag mir bitte kurz und klar: Was ist Freiheit?

Walle: Freiheit ist alles fühlen, denken und tun zu können, was ich Lust habe.

Barbara: Ok. Danke. Gute Definition.

Walle: Was ist Freiheit für Dich?

Barbara: In Frieden zu sein. Glücklich zu sein.

Carlo

•1 März, 2009 / 6:18 • Kommentar schreiben

ecce homo
siehe da, ein mensch!

carlo, der so offen
und liebenswürdig,
so direkt und mutig
‘ja’ zum leben
sagte!

ein tapferer, unentwegter
kämpfer,
der seine
erfindungen
liebte wie
seine kinder.

der immer wieder
aufstand und
weiter
suchte,
wenn er
noch
so enttäuscht
von den
menschen
wurde.

der das leben
so liebte
und so
viel gab,
auch mir.

der seinen
inneren reichtum
mit vollen
händen
verschenkte

und so viel
echte
herzlichkeit
wärme
güte und
liebenswürdigkeit
verströmte!

danke, dass
du gelebt
hast,
lieber carlo!!

walle

Ausdauer

•28 Februar, 2009 / 6:25 • 1 Kommentar

ausdauer
————–

wenn ich mich
begeistere
für etwas
neues

so will ich
lernen,
dran
zu bleiben,

—————-

wenn ich
merke,
dass
mein
interesse
nachlässt.

—————-

statt von
idee zu
idee
hüpfen

will
ich mir
ein grosses
leitthema
setzen

und dies
mit
beharrlicher
konstanz
aufbauen.

—————

und so
zu kleinen
oder gar
grösseren
zielen
gelangen!

walle

Aufbau

•28 Februar, 2009 / 6:06 • Kommentar schreiben

aufbau
———-

ich gehe oft
mit nicht
sehr sehenden
augen
durchs
leben.

wenn ich
dann
eine zeit
höherer
wachheit
erlebe,

so kann
ich
auch besser
die feinen,
schönen,
guten dinge
des lebens
aufnehmen

und zu
eigenen
kreativen
elementen
um-modeln,

die
mich
ins
aufbauen
meiner
lebens-werke
führen.

walle

Die Tote

•23 Februar, 2009 / 0:37 • Kommentar schreiben

Die Tote

 

Die Tote wandelt noch.
Das gebrochene Herz.
Schmerz, wohin sie auch blickt.
Wieso bewegt sich
dieser Leichnam noch?
Auf diesem weglosen Weg…

 

Barbara / 22.2.2009 / 23.10

Sex

•17 Januar, 2009 / 22:11 • Kommentar schreiben

Sex

bar
bagger
abfüll
zu dir?
ich liebe dich
umarm
küss
strip
fick
org
schlaf
abhau

walle

Leben

•17 Januar, 2009 / 22:09 • Kommentar schreiben

Leben

auf
kafe
bus
arbeit
ess
arbeit
bus
ess
tv
schlaf

walle

Vorweihnachtszeit-Nacht

•14 Dezember, 2008 / 0:24 • Kommentar schreiben

Goldene Lichtlein brennen allerorts
an Fenstern, Türen, Bäumen.
Die Kälte dringt duch den Mantel,
das Gesicht im Kragen vergraben.
Warme Wolken bei jedem ausatmen.
Dinnierende Menschen, Gruppen, Paare
im erleuchteten Restaurant.
Eine Kerze auf dem Tisch.
Weihnachtsmärkte in jeder Stadt.
Vorfreude, Geschenke besorgen,
planen für den 24.ten und 25.ten.
Aber auch mancherorts
Angst vor diesem Datum,
erleben von Einsamkeit,
Angst vor den Festtagen,
alter Schmerz inmitten des Trubels.
Trotz allem:
Etwas Heiliges in der Luft,
etwas Wunderbares bahnt sich an.
Der Schleier zwischen den Welten
ist dünn.
Ich schweige und horche
dieser verheissungsvollen Stille,
diesem Zauber,
und trinke eine Tasse Kaffee.
Die Flamme der Kerze
flackert golden-orange
in die Nacht.
Ich freue mich.
Ich freue mich
die erste Weihnacht
mit meinem Herzliebsten zu feiern.
Danke Gott!

winter

•11 Dezember, 2008 / 10:18 • 2 Kommentare

winter

flockt, schwer
fällt roter schnee
waldes rand,
äugt das reh

wolke glüht
fahl und grau
stimme, es
mir blecht rauh

nebel quillt
ob dem tal
dräut zu
bösem trübsal

dunkel riss,
nass und kalt
fühl absein,
frei ohne halt

ohnmächtig
kaur ich ab
wo ist’s, welch
sein das grab?

walle

naiv

•10 Dezember, 2008 / 8:35 • 2 Kommentare

naiv

naiv heisst einfach,
ist also eine neutrale eigenschaft,
angesichts der überbordenden
komplexität der modernen
welt gar etwas
erstrebens-wertes.

bescheiden tönt fast
wie beschneiden, dieser
urtümliche brauch
u.a. in israel, dessen sinn es
war, den frommen
hebräer zeit seines lebens
bei seiner emfindlichsten
körperstelle an den
bund mit gott zu erinnern.

langsam könnte man als
langen samen deuten, ein
mensch, der schon lange
seine besonnenheit,
umsichtigkeit, ruhe und
exaktheit als
wertvolle werkzeuge einsetzt,
um wirklich wichtiges
im leben zu erreichen.

walle

advent

•7 Dezember, 2008 / 9:09 • 1 Kommentar

es ist
dunkel
kalt

ich
wandle
gemächlich
einsam
frierend
durch die
gassen

schau die
festlichen
auslagen
in den
schaufenstern
an.

lass mich
verzaubern
von warmen
kleinen
lichtlein,

die
allerorts
auf bäumen
in fenstern
an strassen
brennen.

walle

lächerlich sein

•7 Dezember, 2008 / 8:07 • Kommentar schreiben

sei ernst, sei realist
sei fleissig, tu gutes!
achte den wert von
geld und gehorche
anerkannten
autoritäten!

heute kann ich
bisweilen
lachen
über diesen
normen-gerümpel.

aber wieviel
von diesem
alten schrott
ist fest in mir
drin
eingebaut
worden?

wenn ich
neue, für
mich echte
werte suche
darf ich mich
nicht beirren lassen
von meinungen
und auch
eigenen vorurteilen
und ängsten.

ein mensch,
der wahrlich
nachdenkt
über sich
und das leben,

der wird dinge
sagen
und tun,

über die
sogenannt
vernüftige
leute
den kopf
schütteln,
schimpfen
sich
sogar
moralisch
entrüsten.

er wird
vielleicht
viele grosse
fehler machen,
sich oft
irren,
verirren,
irr werden,
sich wieder
entwirren;

versagen
nach den
normen
der leistungs-
gesellschaft;

aber er wird
mit der zeit
und den jahren
echten inneren
reichtum
in sich drin
erwerben können,
den ihm
niemand und
nichts
wegnehmen
kann.

walle